"Aus dem Gemeinderat 2026"
icon.crdate19.01.2026
Hier finden Sie die Berichte der Gemeinderatssitzungen aus dem Jahre 2026.
Aus dem Gemeinderat vom 27.04.2026
Bekanntgaben
Bürgermeister Gluiber gibt die in nichtöffentlicher Sitzung vom 16.03.2026 gefassten Beschlüsse bekannt. Der Gemeinderat beschäftigte sich mit der Besetzung der Schulleiterstelle an der Willi-Gras-Grundschule Beuren und Personalangelegenheiten.
Kommunale Wärmeplanung: Abschlussbericht der Gemeinde Beuren und weiteres Vorgehen
Nach dem Wärmeplanungsgesetz des Bundes (WPG) sind Gemeinden unter 100.000 Einwohnern verpflichtet, bis zum 30.06.2028 eine kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Erstellung des kommunalen Wärmeplans durch die Bereitstellung von Fördermitteln. Die ebök GmbH aus Tübingen wurde mit der Ausarbeitung des kommunalen Wärmeplans durch die Gemeinden Beuren und Kohlberg und die Stadt Neuffen beauftragt. In der Wärmeplanung werden Planungs- und Entscheidungsgrundlagen sowie Leitplanken erarbeitet, um einer zukunftsfähigen, erneuerbaren und bezahlbaren Wärmeversorgung den Weg zu bereiten. Die Entwurfsfassung des kommunalen Wärmeplans mitsamt der Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, des Zielszenarios und der zentralen Maßnahmen mit der höchsten Priorität, wurden bereits dem Gemeinderat am 04.02.2026 sowie der Öffentlichkeit am 25.03.2026 vom beauftragten Ingenieurbüro vorgestellt. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Abschlussbericht inklusive des Anhangs des kommunalen Wärmeplans vom 12.03.2026 und insbesondere das Zielszenario sowie die zentralen Maßnahmen mit der höchsten Priorität, wie im Maßnahmenplan beschrieben.
Stocknachstraße 9 + 11 denkmal_minimal
Das Landesamt für Denkmalpflege hat für die Gebäude Stocknachstraße 9 und 11 in Beuren Mittel aus dem Projekt denkmal_minimal zur Verfügung gestellt. Die Gebäude sollen nun auf Empfehlung des Landesamtes getrennt voneinander betrachtet werden. Es sollen Machbarkeitsstudien mit überschlägiger Kostenaufstellung in drei verschiedenen Kostenszenarien (S-M-L-Variante) mit ggf. unterschiedlicher Nutzung dargestellt werden. Im Haushaltsplan sind für die Untersuchung der beiden Gebäude 15.000 € vorgesehen. 10.000 € kommen aus den Fördermitteln denkmal_minimal des Landesamtes für Denkmalpflege, 5.000 € ist der bislang kalkulierte Eigenanteil der Gemeinde. Das vorliegende Angebot des Büros Numberger beläuft sich auf brutto 23.074,10 €. Aus fachlicher Sicht sind die Gebäude in einem erhaltenswerten Zustand und so macht die Untersuchung der Varianten weiterhin Sinn. Aus der Mitte des Gemeinderats kommt zwar die grundsätzliche Zustimmung zur Untersuchung der Gestaltungsvarianten zur Erhaltung der Gebäude, jedoch keine Befürwortung noch mehr Geld in die Untersuchung zu investieren. Es wurden unterschiedliche Vorgehensweisen beraten und so sprach sich das Gremium dafür aus, nur zwei Planungsvarianten (S und M) als letzten Versuch betrachten zu lassen. Eine L-Variante liege der Verwaltung und dem Gemeinderat bereits vor und so sei diese nicht nochmals in Auftrag zu geben. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen der Verwaltung zur Kenntnis. Der Auftrag der Maßnahme (S und M-Variante) wird an das Büro für Bauforschung und Denkmalschutz Markus Numberger aus Esslingen zum Angebotspreis von brutto 15.000 €. vergeben.
Informelle Beteiligung zur Weiterbearbeitung des Regionalverkehrsplans
Die Aufstellung des Regionalverkehrsplans zählt zu den Pflichtaufgaben des Verbands Region Stuttgart. Der Regionalverkehrsplan ist ein Fachplan zum Regionalplan. Er beinhaltet ein integriertes Handlungskonzept zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Mobilität und des Verkehrs in der Region Stuttgart. Den Städten und Gemeinden wurde im Zuge einer informellen Beteiligung nun die Gelegenheit gegeben, eine Stellungnahme zur Weiterentwicklung des Regionalverkehrsplans abzugeben. Aus der Mitte des Gemeinderats kommt die Anregung, die Radverbindung zwischen Beuren und Owen, sowie ins Tiefenbachtal auf die Klassifikation prüfen zu lassen. Der tatsächliche Ausbau vor Ort und die Planunterlagen sind nicht übereinstimmend und so wurde um Klärung gebeten. Der Gemeinderat nahm die informelle Beteiligung zur Weiterverarbeitung des Regionalverkehrsplans zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung die Ergänzungen an die Region Stuttgart im Verfahren weiterzuleiten.
Bausachen
Der Gemeinderat stimmte dem Antrag auf Errichtung eines Stellplatzes und zweier Carports in der Stocknachstraße 17, Flst. 798 zu und erteilte das gemeindliche Einvernehmen. Für die beantragte Befreiung des AAB-Antrags wurde die Zustimmung erteilt.
Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Doppelgarage in der Brühlstraße 8 zu und erteilte das gemeindliche Einvernehmen.
Der Gemeinderat nahm die geänderte Planung des Seniorenpflegeheims zur Kenntnis und stimmte dem Antrag auf veränderte Ausführung von der Baugenehmigung BG-00607/2024 vom 18.09.2024 Umbau, Erweiterung und Nutzungsänderung des bestehenden Seniorenpflegeheims zu. Er erteilte das gemeindliche Einvernehmen und erteilte die Zustimmung zu den beantragten Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans.
Panorama Therme Beuren: Vergabe Cash Recycler
Die Lieferung und der Austausch des Cash Recyclers wurden beschränkt ausgeschrieben. Die Submission erfolgte am 23.03.2026. Es haben sich 3 Firmen an der Ausschreibung beteiligt. Als günstigster Bieter geht die Firma Glory Global Solutions GmbH aus Neu-Isenburg mit einem geprüften Angebotspreis von netto 89.892,12 € hervor. Das Angebot beinhaltet 5 Jahre Wartung. Die Kostenberechnung lag bei netto 104.000 €. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Auftrag an die Firma Glory Global Solutions GmbH zum geprüften Angebotspreis von netto 89.892,12 € zu vergeben.
Generalsanierung Kleinschwimmhalle: Vergabe Trennwände und Schreinerarbeiten
Die Umkleiden-Trennwände wurden öffentlich ausgeschrieben. Die Submission fand
am 25.03.2026 statt und es haben sich 4 Firmen an der Ausschreibung beteiligt. Als günstigster Bieter geht die Firma Novus Objekteinrichtung aus Hildburghausen mit einem geprüften Angebotspreis von netto 69.745,80 € hervor. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Auftrag für die Maßnahme an die Firma Novus Objekteinrichtung zum geprüften Ange-botspreis von netto 69.745,80 zu vergeben. Die Schreinerarbeiten wurden beschränkt ausgeschrieben. Die Submission fand am 25.03.2026 statt und es haben sich 2 Firmen an der Ausschreibung beteiligt. Als günstigster Bieter geht die Schreinerei Fiegenbaum aus Lenningen mit einem geprüften Angebotspreis von netto 54.363,54 € hervor. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Auftrag für die Maßnahme an die Schreinerei Fiegenbaum zum geprüften Angebotspreis von netto 54.363,54 € zu vergeben.
Einbringung, Beratung und Verabschiedung des Wirtschaftsplanes 2026 des Eigenbetriebs Wasserversorgung
Nach den Vorschriften der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg und des Eigenbetriebs-gesetzes hat die Gemeinde für den Eigenbetrieb Wasserversorgung Beuren einen gesonderten Wirtschaftsplan aufzustellen. Der Gemeinderat beschloss den als Anlage 1 der Sitzungsvorlage beigefügten Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb Wasserversorgung Beuren. Er stimmte der Finanzplanung und dem Investitionsprogramm zu.
Einbringung, Beratung und Verabschiedung des Wirtschaftsplanes 2026 des Eigenbetriebs Abwasserentsorgung
Nach den Vorschriften der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg und des Eigenbetriebs-gesetzes hat die Gemeinde für den Eigenbetrieb Abwasserentsorgung Beuren einen gesonderten Wirtschaftsplan aufzustellen. Der Gemeinderat beschloss den als Anlage 1 der Sitzungsvorlage beigefügten Wirtschaftsplan für den Eigenbetrieb Abwasserentsorgung Beuren und stimmte der Finanzplanung und dem Investitionsprogramm zu.
Einbringung, Beratung und Verabschiedung des Wirtschaftsplanes 2026 des Eigenbetriebs Panorama Therme Beuren
Nach den Vorschriften der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg und des Eigenbetriebs-gesetzes hat die Gemeinde für den Eigenbetrieb Panorama Therme einen gesonderten Wirtschaftsplan aufzustellen. Der Gemeinderat beschloss den als Anlage 1 der Sitzungsvorlage beigefügten Wirtschaftsplan für die Panorama Therme Beuren und stimmte der Finanzplanung und dem Investitionsprogramm zu.
Panorama Therme: Optimierung und Modernisierung des BHKW und der Energieversorgung (Wärme und Strom)
In der nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung am 24.11.2025 wurde über die Modernisierung des Blockheizkraftwerks in der Panorama Therme beraten und ein Wirtschaftlichkeitsvergleich angestellt. Herr Hölzel-Werner vom Ingenieurbüro novatech Energieplan stellte die fünf Varianten vor, wie das BHKW ertüchtigt werden kann und wie in Zukunft wieder eine finanzielle Förderung für den Betrieb möglich ist. Bevor jedoch eine Vergabe zur Modernisierung des BHKW erfolgen kann, war eine Abstimmung mit dem Ingenieurbüro Fritz Planung notwendig, welches die Energieströme in der Panorama Therme untersucht und mögliche Einsparpotenziale herausgearbeitet hat. Der Energieausschuss beschäftigt sich derzeit sehr intensiv mit dem Optimierungsprozess für die Energieversorgung der Panorama Therme und die Modernisierung des BHKW und hat für die Sitzung des Gemeinderats Empfehlungen erarbeitet. Nach einer sehr umfangreichen Diskussion fasste der Gemeinderat einstimmig folgende Beschlüsse:
- Die Zusammenarbeit mit den beiden Ingenieurbüros Fritz Planung aus Bad Urach und novatech energieplan Ingenieure aus Michelbach a. d. B. zur Weiterentwicklung und weiteren Umsetzung des Energiekonzepts wird fortgesetzt.
- Das Blockheizkraftwerk wird vertagt und an der nichtöffentlichen Sitzung des Energieausschusses am 12.05.2026 neu bewertet.
- Die Erneuerung der Kesselregelung und die Optimierung der Regelungstechnik wird gemäß Vorschlag umgesetzt.
- Dem Einbau der Wärme- und Wasserzähler zur Energieoptimierung sowie den sechs zusätzlichen Wasserzählern wird zugestimmt.
- Der Gemeinderat beschließt den sofortigen Einstieg in einen Planungsprozess für das zukünftige Energiekonzept. Es sollen Angebote für die Planung der Leistungsphasen 1-4 (bis Genehmigungsplanung sofern diese notwendig ist) für konkrete Szenarien eingeholt und dem Energieausschuss bis spätestens Juli 2026 vorgelegt werden.
- Die Szenarien und die Energiekonzeption werden jährlich fortgeschrieben.
- Bei der anstehenden Erneuerung der elektrischen Hauptanschlussleitung für die Panorama Therme wird der elektrische Vollausbau vorgesehen. Die notwendigen Gespräche mit dem Energieversorger Stadtwerke Neuffen zur entsprechenden Dimensionierung des Anschlusses werden geführt.
- Die Verwaltung wird beauftragt, Angebote für die Förderung der Brunnenpumpen einzuholen.
Neues Maschinen- und Fahrzeugkonzept beim Bauhof der Gemeinde Beuren
Das Leasing für den aktuellen New Holland Schlepper läuft Ende November dieses Jahres aus und eine Übernahme ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Es war geplant, den Schlepper zu ersetzen. Zwischenzeitlich ist aber das neue Fahrzeug Fuso mit Abrollsystem beim Bauhof angekommen und hat sich vom ersten Tag an bewährt, so dass relativ schnell klar war, dass eine Umstrukturierung des Fahrzeug- und Maschinenkonzepts beim Bauhof Sinn machen würde. Es wurden die Arbeiten und Prozesse des Bauhofs und der Fuhrpark durch den Bauhofleiter Tobias Krieg und die Verwaltung genau betrachtet und Optimierungen ausgearbeitet. Bürgermeister Gluiber stellte das neue Maschinen- und Fahrzeugkonzept im Gemeinderat vor. Der Gemeinderat fasste einstimmig folgende Beschlüsse:
- Der Gemeinderat nimmt den Sachverhalt zur Kenntnis.
- Der Gemeinderat stimmt diesem Konzept zu und beauftragt die Verwaltung keinen neuen Schlepper zu leasen, den Opel Combo und den Traktor Solis mit Anhänger, den Auslegermulcher sowie die bisherige Winterdienstausrüstung über die Plattform vebeg.de zu veräußern
- Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung den Fuso 6S15e zum Angebotspreis von 29.800 € netto auf Rechnung der Gemeinde Beuren in grau-anthrazit zu erwerben.
- Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung dieses Fahrzeug entsprechend auf ein Abrollsystem umbauen zu lassen und legt hierfür einen Kostenrahmen bis circa 25.000 € fest. Innerhalb dieses Kostenrahmens kann die Verwaltung selbst handeln.
- Die Verwaltung wird beauftragt, zusätzlich zwei weitere Pritschen zum Preis von gesamt 10.000 € netto zu erwerben.
- Die Verwaltung wird beauftragt, den Fuso mit Verbrennungsmotor mit einem Schneepflug und einem Streuer auszurüsten. Die Preise müssen von der Verwaltung jedoch noch eingeholt werden. Sollten sich diese im Rahmen von rund 20.000 € netto bewegen, kann die Verwaltung die Aufträge selbstständig erteilen.
- Das Gießfass soll ebenfalls auf das neue Abrollsystem umgebaut werden.
- Der Bauhof wird mit zunächst zwei Wallboxen mit einer intelligenten Wallbox ausgerüstet, sofern die technischen Gegebenheiten vorhanden sind.
Verschiedenes
Bürgermeister Gluiber berichtete, dass an der Kleinschwimmhalle ein neues Boulefeld geplant ist. Der MFB hatte einen neuen Platz für ein etwas größeres Boulefeld angefragt und würde die Erstellung gerne ehrenamtlich begleiten. Herr Gluiber zeigte eine Visualisierung des künftigen Feldes auf der Wiese zwischen der Kleinschwimmhalle und der Therme.
Die Sitzung des Gewerbezweckverbands Wirtschaftsraum Nürtingen fällt am 21.05.2026 mangels Themen aus. Die nächste Sitzung findet im November statt.
Der Gemeinde Beuren ist der letzte noch ausstehende Förderbescheid für die Grundschule in Höhe von 1,2 Mio. € zugegangen. Insgesamt beläuft sich die Förderung auf nunmehr 1,8 Mio. €. Herr Gluiber erläuterte, dass nun in den Planungsprozess voll eingestiegen werden könne. Der nächste Schritt wird nun die Auswahl des Architekturbüros für die Maßnahme sein.
Bürgermeister Gluiber berichtete, dass die Verwaltung mit Nachdruck an der Behebung der Leerstände in der Ortsmitte arbeitet. Es wurden bereits Gespräche mit den Eigentümern geführt und das Beratungsbüro CIMA wurde hinzugezogen, um möglichst schnell Anschlussnutzungen unterzubringen. Bürgermeister Gluiber führte aus, dass er mit der Inhaberin des Bioladens Frau Fisichiella das persönliche Gespräch gesucht habe und sie ausdrücklich sagte, dass sie ihren Laden nicht wegen des Genussmarktes schließen werde. Er sicherte ihr seine Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Nachmieters zu.
Aus dem Gemeinderat vom 16.03.2026
Bekanntgaben
In der letzten nichtöffentlichen Sitzung am 09.02.2026 wurde eine Vereinbarung mit den Jagdpächtern über die Jagd im befriedeten Bezirk und über Personalangelegenheiten beschlossen.
Außerdem fand am 14.03.2026 eine Klausursitzung des Gemeinderats in der Panorama Therme Beuren statt. Hier wurden verschiedene Maßnahmen zur Optimierung der Panorama Therme Beuren durchdacht.
Einwohnerfragestunde
Ein Einwohner erkundigte sich danach, warum die Gemeinde Beuren das Gebäude in der Hauptstraße 19 erworben habe, besonders in Bezug auf die aktuelle Haushaltslage. Bürgermeister Gluiber erklärte, dass das Gebäude Hauptstraße 19 aus Sicht des Denkmalschutzes ein sehr wichtiges Gebäude für die Gemeinde Beuren darstellt und dieses noch möglichst lange erhalten bleiben soll. Durch die Gesamtanlagensatzung soll die historische Ortsmitte und deren erhaltenswerte Gebäude auf Dauer gesichert und geschützt werden. Daher hat die Gemeinde Gebrauch von Ihrem Vorkaufsrecht gemacht und das Gebäude erworben, um die künftige Nutzung durch Investoren zu steuern. Es sollen Fehlentwicklungen verhindert werden. In Bezug auf die Haushaltslage stelle dies durchaus eine Herausforderung für die Gemeinde dar. Vor der Sitzung hat ein Teil des Gemeinderats das Gebäudes Hauptstraße 19 besichtigt. Bürgermeister Gluiber beschrieb, dass das Gebäude nicht unbedingt den heutigen Wohnstandard erfülle, dennoch ist das Gebäude Hauptstraße 19 durchaus bewohnbar.
Ein weiterer Einwohner schilderte die Verkehrsentwicklung im Bereich der Brückleswiesen. Gerade am Wochenende komme es hier zu erheblichen Lärmbelästigungen durch das erhöhte Fahrzeugaufkommen. Vielen Fahrzeuge würden teilweise auch viel zu schnell fahren.
Bürgermeister Gluiber erklärte, dass solche Hinweise aus der Bevölkerung wichtig sind und solche Anliegen überprüft werden. Die Gemeindeverwaltung kann in solchen Fällen mithilfe eines mobilen Messgerätes erheben, wie viele Fahrzeuge vorbeifahren und mit welcher Geschwindigkeit gefahren wird. Bei Auffälligkeiten können dann entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Kindergarten Kelterplatz – Verschiedene Vergaben
Für das Gewerk Holzbauarbeiten haben sich zwei Firmen an der beschränkten Ausschreibung beteiligt und jeweils ein Angebot eingereicht. Das günstigste Angebot wurde von der Firma Lay Holzbau aus Oberbohingen abgegeben. Das Gremium beschloss einstimmig den Auftrag an die Firma Lay Holzbau zum Angebotspreis von brutto 226.020,06 € zu vergeben.
Für das Gewerk Metallbau- und Verglasungsarbeiten wurden drei Angebote abgegeben. Es wurde beschränkt ausgeschrieben. Das günstigste Angebot wurde von der Firma Pfänder Fenster GmbH & Co.KG. aus Beuren abgegeben. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Auftrag an die Firma Pfänder Fenster GmbH & Co.KG. zum Angebotspreis von brutto 118.088,46 € zu vergeben.
Für das Gewerk Elektroinstallation wurden vier Angebote abgegeben. Die Ausschreibung erfolgte beschränkt. Das günstigste Angebot wurde von der Firma Heldele GmbH abgegeben. Das Gremium beschloss einstimmig den Auftrag an die Firma Heldele GmbH zum Angebotspreis von brutto 368.872,98 € zu vergeben.
Generalsanierung Kleinschwimmhalle – Vergabe der Gebäudeleittechnik
Für die beschränkt ausgeschriebene Gebäudeleittechnik hat lediglich die Firma Wassertechnik Wertheim aus Wertheim ein Angebot vorgelegt. Zudem wurde ein Wartungsangebot für vier Jahre abgegeben. Das Gremium beschloss einstimmig den Auftrag für die Gebäudeleittechnik an die Firma Wassertechnik Wertheim zum Angebotspreis von netto 120.386,18 € zu vergeben. Zudem wurde die Wartung zum Nettopreis von 17.736,00 € vergeben.
Kindergarten An der Raise – Vergabe PV-Anlage
Bürgermeister Gluiber erklärte, dass aufgrund einer Verordnung des Umweltministeriums 60 % der zur Solarnutzung geeigneten Einzeldachflächen mit einer PV-Anlage ausgerüstet werden muss.
Für den Kindergarten An der Raise wurde die Lieferung und Montage einer PV-Anlage beschränkt ausgeschrieben. An der Ausschreibung haben sich vier Firmen beteiligt. Herr Wegenast vom Planungsbüro WPE hat die abgegebenen Angebote ausgewertet und erläuterte diese kurz. Herr Wegenast erklärte, dass auf dem Flachdach spezielle Sekuranten als Absturzsicherung installiert werden mussten, daher konnte die Moduldichte der PV-Anlage nicht wie ursprünglich angedacht erfolgen. Der überschüssig erzeugte Strom soll eingespeist werden, daher war in der Ausschreibung ein Modulspeicher als Alternativversion ausgeschrieben. Herr Wegenast führte aus, dass die Leistungsoptimierung bei Bedarf auch nachträglich nachgerüstet werden könne.
Der Gemeinderat diskutierte über die abgegebenen Angebote und entschied sich dafür, das Angebot mit der Leistungsoptimierung nicht auszuwählen.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Auftrag an die Firma Hummel Systemhaus GmbH aus Nürtingen zum Angebotspreis von brutto 13.609,26 € zuzüglich 6.281,00 € für das Speichermodul zu vergeben.
Barrierefreier Umbau der Bushaltestelle Balzholzer Straße 1-3
Im Zuge der Erstellung der Außenanlage für das Bauvorhaben am Pflegeheim „Haus Harmonie“ in der Balzholzer Straße 1-3 plant die Gemeinde Beuren den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle in der Balzholzer Straße direkt vor dem Neubau. Jedoch ist der vorhandene Gehweg mit einer Breite von ca. 2,00 m für den Ausbau einer barrierefreien Bushaltestelle zu schmal. Es wird empfohlen zumindest bis zum Bereich der zweiten Fahrzeugtüre eines Gelenkbusses, eine Aufstellfläche mit einer Breite von 2,50 m zu errichten. Daher hat sich die Gemeindeverwaltung mit dem Grundstückseigentümer des Pflegeheims „Haus Harmonie“ abgestimmt und über den möglichen Kauf einer Grundstücksfläche mit einer Breite von 0,50 m und einer Länge von 8,00 m ausgetauscht. Durch den Kauf der Grundstücksfläche könnten dann die Anforderungen an der barrierefreien Bushaltestelle umgesetzt werden. Die Bauherrenvertretung signalisierte grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft. Dem Gemeinderat wurden drei Ausbauvarianten vorgestellt.
Variante 1:
Länge der Bushaltestelle 8,00 m. Hierbei ist das barrierefreie Ein- und Aussteigen bei einem Gelenkbus an der ersten und an der zweiten Türe möglich. Besonders für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen ist der Einstieg über die zweite Türe wichtig, da sich in der Nähe der zweiten Türe der nicht bestuhlte Sondernutzungsbereich im Bus befindet.
Variante 2:
Länge der Bushaltestelle 12,00 m. Hierbei ist ebenfalls das barrierefreie Ein- und Aussteigen bei einem Normalbus und an einem Gelenkbus an der ersten und zweiten Türe möglich. Durch die längere Haltestelle im Vergleich zur Variante 1 wird eine größere Wartezone geschaffen.
Variante 3:
Länge der Bushaltestelle 14,00 m. Hierbei ist ein barrierefreies Ein- und Aussteigen beim Gelenkbus an allen drei Türen möglich.
Bürgermeister Gluiber empfahl die Variante 1, da an der Bushaltestelle vorwiegend ausgestiegen wird und nur sehr wenige Menschen in Richtung Erkenbrechtsweiler, Oberlenningen und Kirchheim u.T. einsteigen würden.
Um ein barrierefreies Ein- und Aussteigen an der Bushaltestelle zu gewährleisten, müssten zudem Buskappsteine eingebaut werden. Auf der linken Seite des Gehwegs zum Gebäude hin waren bisher keine Rabatten vorhanden. Dies soll im Zuge des geplanten Ausbaus erfolgen. Entlang des Gebäudes möchte der Grundstückseigentümer einen Kiesschutzstreifen von ca. 30 cm mit einer Rabatte begrenzen. Der Höhenunterschied mit den Buskappsteinen zum jetzigen Ausbauzustand beträgt 15 – 20 cm. Da die Kosten für den Ausbau der Bushaltestelle nicht im Haushaltsplan 2026 enthalten sind, schlug die Verwaltung vor, dass der Grundstückseigentümer die Rabatten am Gebäude mit dem Kiesschutzstreifen herstellt und dann ein Erdgefälle bis zum jetzigen Gehweg ausbildet. Die Baumaßnahme an der Bushaltestelle soll dann im kommenden Jahr in den Haushaltsplan 2027 aufgenommen und umgesetzt werden.
Die Leitungsträger sollen über die geplante Baumaßnahme informiert werden, um dann zu entscheiden, ob diese für die Erneuerung bzw. Änderungen ihrer Anlagen eine Mitverlegung im Gehweg des geplanten Ausbaus wünschen. Während der Umbaumaßnahme der Bushaltestelle könnten im Bereich des neuen hergestellten Gehwegs Kabelschutzrohre verlegt werden, die für den späteren Ausbau der Breitbandversorgung genutzt werden könnten.
Die voraussichtlichen Gesamtkosten für die Umbaumaßnahme der Bushaltestelle beläuft sich auf ca. 45.000,00 € brutto einschließlich Nebenkosten.
Das Gremium nahm die Planungen grundsätzlich zur Kenntnis und beschloss einstimmig die Verwaltung zu beauftragen, den Umbau der Bushaltestelle in eine barrierefreie Haltestelle mit einer Länge von 8,0 m (Variante 1) in den Haushaltsplan 2027 aufzunehmen und den Grundstückseigentümer entsprechend zu informieren, dass er seine Außenanlagen entsprechend jetzt schon darauf abstimmt. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, in die Grundstücksverhandlungen mit den Anliegern zu treten, um die für die Bushaltestelle notwendigen Flächen zu erwerben.
Ausschreibungs- und Vergabekonzept Hauptstraße 19
Nach einer kurzen Diskussion soll der Textvorschlag vor der Veröffentlichung nochmals angepasst werden. Insbesondere soll auf die Möglichkeit für die Beantragung von Sanierungsmittel und steuerliche Sonderabschreibung hingewiesen werden. Der durch das Gebäudewertgutachten ermittelte Kaufpreis soll ebenfalls in der Ausschreibung erwähnt werden.
Der Gemeinderat stimmte dem überarbeiteten Textvorschlag für die Veröffentlichung des Gebäudes Hauptstraße 19 im Rahmen einer offenen Konzeptvergabe einstimmig zu. Die Verwaltung wurde beauftragt den Ausschreibungstext zunächst im Amtsblatt zu veröffentlichen. Sollte die Ausschreibung im Amtsblatt keine oder keine geeigneten Interessen hervorbringen, soll die Verwaltung die Veröffentlichung auf anderen geeigneten Plattformen anstreben.
Einbringung, Beratung und Verabschiedung der Haushaltssatzung und des Haushaltsplanes 2026 der Gemeinde Beuren
Kämmerer Walter erörterte den Haushaltsplan der Gemeinde Beuren für das Jahr 2026.
Die Erträge sehen auf den ersten Blick ganz ordentlich aus, dennoch reichen sie nicht aus, um die vielen Aufgaben und die damit verbundenen Aufwendungen finanzieren zu können.
Kämmerer Walter rechnete mit einem Defizit im Ergebnishaushalt, also im laufenden Betrieb von über 1 Mio. €. Auch im Finanzhaushalt reichen die Finanzmittel nicht aus. Im Saldo rechnete Kämmerer Walter mit einem Defizit von -1,5 Mio. €.
Viele der im Haushalt aufgenommenen, vor allem die wesentlichen, die entscheidenden Ausgaben kann die Gemeinde selber gar nicht beeinflussen, hier werde die Gemeinde vom Gesetzgeber fremdbestimmt, ohne mit den notwendigen Finanzmitteln ausgestattet zu werden. Immer neue Verpflichtungen vom Bund und vom Land, die zu erfüllenden hohen Standards und Pflichtaufgaben führen zu jährlich steigenden Belastungen, so Kämmerer Walter weiter.
Zudem wirken sich die allgemeine Preissteigerung auf den Haushalt aus, die seit der Pandemie und dem Ukrainekrieg sowie aktuell des Krieges in Nahost zugenommen hat.
Wenn die geplanten Projekte so umgesetzt werden und vom Bund oder Land keine weitere Unterstützung kommen sollte, würde dies bedeuten, dass die Ausgaben sich nicht reduzieren und die Einnahmen dazu nicht vorhanden sind. Das würde wiederum dazu führen, dass in 2026 bereits für die Folgejahre über weitere Gebührenerhöhungen diskutiert werden müsste.
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die vorgestellte Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Jahr 2026. Außerdem stimmte er der Finanzplanung und dem Investitionsprogramm bis 2029 zu.
Feststellung des Jahresabschlusses der Gemeinde Beuren zum 31.12.2021
Die Verwaltung erstellte in Zusammenarbeit mit der Schüllermann Wirtschafts- und Steuerberatungs- GmbH den Jahresabschluss der Gemeinde Beuren zum 31.12.2021. Kämmerer Walter erläuterte, dass die Ergebnisrechnung mit einem positiven Saldo von rund 598.000 € abschloss. In der Finanzrechnung war ebenfalls ein positiver Finanzierungssaldo von rund 1.660.300 € zu verzeichnen. Für die Überschüsse des ordentlichen Ergebnisses und Überschüsse des Sonderergebnisses sind gesonderte Rücklagen (Ergebnisrücklagen) zu führen. Demnach erfolgten Verbuchungen zur Rücklage aus Überschüssen des ordentlichen Ergebnisses in Höhe von 594.315,98 €. Zur Rücklage aus Überschüssen des Sonderergebnisses wurden 3.674,16 € verbucht.
Das Gremium stimmte der Beschlussvorlage für den Jahresabschluss 2021 der Gemeinde einstimmig zu und stellte somit den Jahresabschluss fest.
Durchführung von verkaufsoffenen Sonntagen anlässlich des Eröffnungsfestes des Genussmarktes, des Beurener Landmarktes und des Brunnenfests 2026
Nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Ladenöffnung in Baden-Württemberg (LadÖG) dürfen Verkaufsstellen an maximal drei Sonn- und Feiertagen geöffnet sein. Verkaufsoffene Sonntage können nunmehr auch aus Anlass von örtlichen Festen, Märkten, Messen und ähnlichen Veranstaltungen genehmigt werden. Im Zusammenhang mit der Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntages sind die zuständigen kirchlichen Stellen vorher anzuhören, soweit weite Bevölkerungsteile der jeweiligen Kirche angehören. Dies trifft in Beuren auf die evangelische und katholische Kirche zu. Der Verwaltung obliegt die Entscheidung die verkaufsoffenen Sonntage im Rahmen einer Satzung oder im Rahmen einer Allgemeinverfügung festzusetzen. Die Durchführung der verkaufsoffenen Sonntage in der Gemeinde Beuren sollen durch eine Allgemeinverfügung erlassen werden.
Der Gemeinderat stimmte den Terminen als verkaufsoffener Sonntag anlässlich des Eröffnungsfestes des Genussmarktes am Sonntag, den 12.04.2026 von 11.00 – 17.00 Uhr, sowie anlässlich des Beurener Landmarktes am Sonntag, den 28.06.2026 von 12.00 – 17.00 Uhr, sowie anlässlich des Brunnenfests am Sonntag, den 13.09.2026 von 12.00 – 17.00 Uhr einstimmig zu.
Für die Arbeitnehmer, die im Rahmen der drei verkaufsoffenen Sonntage beschäftigt sind, sind die
Schutzvorschriften des § 12 des Gesetzes über die Ladenöffnung in Baden-Württemberg zu beachten.
Die Verwaltung wurde beauftragt die Allgemeinverfügung im Mitteilungsblatt bekannt zu machen.
Verschiedenes
- Das Sanierungsgebiet Ortskern III wurde vom Regierungspräsidium von 30.04.2026 auf 30.04.2027 verlängert.
- Die Bauabnahme der Linsenhofer Straße soll am Donnerstag, den 19.03.2026 erfolgen, sofern diese positiv verläuft, ist eine zeitnahe Freigabe der Fahrbahn geplant.
Aus dem Gemeinderat 09.02.2026
Bekanntgaben
Bürgermeister Gluiber gibt die in der nichtöffentlichen Sitzung vom 26.01.2026 gefassten Beschlüsse bekannt. Es wurden Beratungen und Beschlüsse gefasst zum Marketingkonzept der Panorama Therme Beuren und den Sonderaktionstarifen. Des Weiteren fanden Beratungen und eine Beschlussfassung zur Weiterentwicklung des kommunalen Betreuungsangebots an der Willi-Gras Grundschule statt. Das Landesamt für Denkmalpflege hat für die beiden Gebäude in der Stocknachstraße 9 und 11 Mittel aus dem Programm denkmal.minimal zugesagt und es sollen nun Architektenverträge für die Konzeptionen geschlossen werden. Bürgermeister Gluiber berichtet weiter von der Interkommunalen Nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung der Gemeinderäte Beuren, Kohlberg und Neuffen vom 04.02.2026. Thema war die Kommunale Wärmeplanung, welche den drei beteiligten Kommunen vorgestellt wurde. Am 25.03.2026 findet in der Stadthalle Neuffen eine öffentliche interkommunale Bürgerversammlung statt.
Verlängerung des Jagdpachtvertrages und Vorberatung der Jagdgenossenschaftsversammlung
Kämmerer Markus Walter führt aus, dass der bestehende Jagdpachtvertrag mit den Beurener Jägern zum 31.03.2026 ausläuft. Der Pachtvertrag besteht seit dem Jahr 2020. Die Jägerschaft hat nun einen Antrag auf Verlängerung der Laufzeit des Jagdpachtvertrages bis zum 31.03.2035 gestellt. Die Jägerschaft übernimmt die jagdlichen Aufgaben sehr zufriedenstellend und die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, Forstverwaltung und Bürgerschaft funktioniert gut. Die Jagdgenossenschaft hat die Gemeinde mit der Wahrnehmung der Aufgaben des Jagdvorstandes und somit auch mit der Verpachtung der Jagd betraut. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern empfiehlt die Verwaltung, die Jagdpacht wie beantragt bis zum 31.03.2035 zu verlängern. Gemeinderat Oswald erklärte sich für diesen Tagesordnungspunkt befangen und rückte vom Sitzungstisch ab. Der Gemeinderat hat der Verlängerung des Jagdpachtvertrages mit beigefügtem Nachtrag bis zum 31.03.2035 einstimmig zugestimmt. Im Frühjahr 2026 muss turnusmäßig wieder die Jagdgenossenschaftsversammlung einberufen werden. Als Termin ist der 03.03.2026 vorgesehen. Die Jagdversammlung wird über den vom Gemeinderat beschlossenen Satzungsentwurf beraten und beschließen. Der Entwurf orientiert sich am Satzungsmuster des Gemeindetags. Er geht wie bisher auch von einer Übertragung der Verwaltung der Jagdgenossenschaft auf den Gemeinderat aus. Jagdgenossen sind alle Eigentümer der im gemeinschaftlichen Jagdbezirk gelegenen Grundstücke, sofern die Flächen nicht befriedet sind. Für die Einberufung der Versammlung der Jagdgenossen ist die Erstellung eines aktuellen Jagdkatasters erforderlich. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die a) Die Jagdgenossenschaftsversammlung wird für den 03.03.2026 einberufen. Bei Verhinderung oder ggf. Notwendigkeit einer weiteren Versammlung wird die Verwaltung beauftragt, einen Ersatztermin und Folgeversammlungen vorzubereiten, einzuberufen und durchzuführen. b) Die Verwaltung wird beauftragt, die Jagdgenossenschaftsversammlung vorzubereiten und fristgerecht mit Tagesordnung einzuladen. Die Einladung wird im Mitteilungsblatt der Gemeinde Beuren veröffentlicht. c) Als Versammlungsleiter wird Herr Bürgermeister Gluiber, im Verhinderungsfall sein Stellvertreter bestimmt. d) Als Schriftführer wird Kämmerer Walter bestellt. Im Verhinderungsfall bestimmt der Bürgermeister einen Vertreter. e) Das Stimmrecht der Gemeinde Beuren als Jagdgenossin übt Herr Bürgermeister Gluiber, im Verhinderungsfall sein Stellvertreter aus. f) Zur Beratung und technischen Unterstützung bei der Jagdgenossenschaftsversammlung (Einlasskontrolle, ggf. Stimmauszählung) wird ein/e Vertreter/in der damit beauftragten Firma Geo-Cockpit zugelassen. g) Vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses der Jagdgenossenschaftsversammlung wird der Übertragung der Verwaltung auf den Gemeinderat für weitere sechs Jahre zugestimmt. h) Dem als Anlage 2 zur Sitzungsvorlage beigefügten Satzungsentwurf wird zugestimmt und der Gemeinderat empfiehlt diesen der Jagdgenossenschaftsversammlung zum Beschluss. i) Die Jagdgenossenschaft soll einen ersten und zweiten Kassenprüfer vorschlagen, welche der Gemeinderat in der Folge bestellt. j) Die Gemeinde verzichtet nach §10(4) JWMG für die Dauer von 6 Jahren zugunsten der JG Beuren auf die Selbständigkeit des nördl. Eigenjagdbezirks der Gemeinde. k) Für den Fall, dass die Jagdgenossenschaft den Gemeinderat als Jagdvorstand wählt, wird der Bürgermeister – im Verhinderungsfall dessen Stellvertreter – mit der Wahrnehmung der Aufgaben des Jagdvorstandes beauftragt.
Beschaffung einer Netzersatzanlage für die Ersatzstromversorgung des Feuerwehrhauses
Kommandant Scheurle ist in der Sitzung anwesend und führt aus, dass vor dem Hintergrund möglicher Krisen und Stromausfälle auch die Feuerwehr hierfür gewappnet sein sollte. Die Beschaffung einer Netzersatzanlage zur Stromversorgung des Feuerwehrgebäudes macht eine autarke Versorgung des Gebäudes möglich und rüstet die Feuerwehr für den Ernstfall. Hierfür gibt es bei Antragsstellung bis zum 15. Februar einen Zuschuss vom Land in Höhe der Anschaffungskosten, maximal 30.000 €. Aufgrund der Kurzfristigkeit konnten keine Angebote mehr eingeholt werden, jedoch liegen der Feuerwehr Daten aktueller Angebote einer Nachbarwehr vor. Die Feuerwehr spricht sich für die Beschaffung des Gerätes der Firma Endress, Typ ESE 65 PW/AS aus. Entsprechend der vorgestellten Übersicht beläuft sich der Kaufpreis auf rund 22.000 € zzgl. mögliche weitere Kosten (Überdachung, Fundament, Elektrik). Aus der Mitte des Gemeinderats kommt Zustimmung zur angedachten Beschaffung. Der Gemeinderat beschließt nach einer kurzen Aussprache, dass die Gemeinde die Netzersatzanlage der Firma Endress, Typ ESE 65 PW/AS beschafft und ein Zuschussantrag gestellt wird.
Weiterentwicklung des kommunalen Betreuungsangebots und der betrieblichen Organisation der Schulkindbetreuung an der Halbtagesgrundschule Willi-Gras zur Umsetzung des Rechtsanspruchs im Rahmen des GaFöG ab August 2026, erweitert für alle Grundschülerinnen und Grundschüler mit Betreuungsbedarf
Bürgermeister Gluiber stellt die geplante Weiterentwicklung des kommunalen Betreuungsangebots der Schulkindbetreuung an der Willi-Gras Grundschule vor. Für Beuren wird weiterhin ein modulares, tageweise buchbares Betreuungsangebot angeboten. Dabei formuliert Beuren – unter Bezugnahme auf die Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen sein Ganztagesbetreuung mit 8 Stunden zwischen 8 und 16 Uhrund setzt eine Frühbetreuungsstunde ab 7 Uhr „davor“. Zukünftig startet der Unterricht für alle Kinder um 8 Uhr. Entsprechende Beschlüsse der Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz liegen vor. Damit ist ein einheitlicher Eckwert, von dem aus die gesetzlich zu erfüllenden 8 Stunden starten, gewährleistet. Beuren profitiert aus seiner langjährigen Praxis der modularen, ergänzenden Betreuung zur Grundschule/Unterricht und seinen heute schon großen Öffnungszeiten. So sind die Anpassungen in den meisten Aspekten gut machbar. Der Schwerpunkt der Anpassung liegt in Organisation und der Umsetzung der neuen Anforderungen aus der Schulaufsicht über kommunales Betreuungspersonal. Gemeinderat Dr. Stoll und Gemeinderat Oswald erklärten sich bei diesem Tagesordnungspunkt für befangen und rückten vom Sitzungstisch ab. Der Gemeinderat fasst die folgenden Beschlüsse einstimmig: 1. Der Gemeinderat beauftragt die Gemeindeverwaltung, in der Schulkindbetreuung die Angebotsstrukturen so anzupassen, dass sie den Vorgaben aus der Umsetzung des Rechtsanspruchs ab dem Schuljahr 26/27 entsprechen und für alle Grundschülerinnen und Grundschüler offen sind. 2. Damit endet die aktuelle Angebotsstruktur zum 31. August 2026. 3. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung die dargestellten Planungskriterien in Kooperation mit der Grundschule bei der Weiterentwicklung des Angebots der Schulkindbetreuung anzuwenden. 4. Der Gemeinderat beauftragt die Verwaltung die Betreuungszeitstrukturen den gesetzlichen Mindestvorgaben anzupassen und zudem das Angebot einer zusätzlich beitragspflichtigen Frühbetreuung (9. Betreuungsstunde) in den Unterrichtswochen umzusetzen. 5. Die Verwaltung führt das mit einer zeitnahen Fortschreibung - der Betreuungsmodule, - der Satzung, - des Betreuungsvertrages fort. 6. Der Gemeinderat stimmt dem Vorschlag der Verwaltung zu, die in Beuren praktizierte Gebührenstruktur fortzuführen und für das kommende Schuljahr die Beitragshöhe mit 9,20 € / Betreuungstunde / Monat anzuwenden. Die Kosten für die Mittagsverpflegung kommen wie bisher dazu und werden über Kitafino abgerechnet. 7. Zukünftig wird der bisher händisch erhobene einmalige Elternbeitrag für Verbrauchsmaterialien mit dem 01.11. per Lastschrift eingezogen. Es wird auf den ausführlichen Bericht von Frau Euchner in diesem Amtsblatt verwiesen.
Änderung der Satzung und Benutzungs- und Gebührenordnung für die Schulkindbetreuung der Gemeinde Beuren
In Verbindung mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagesbetreuung aus dem Ganztagsförderungsgesetz (GaFöG) stehen auch strukturelle Änderungen in der Schulkindbetreuung an. Diese ziehen auch eine Änderung der Satzung und der Benutzungs- und Gebührenordnung nach sich. Das sind bei der Satzung: § 2 Zweck: Änderung des zeitlichen Umfangs aufgrund des GaFöG § 4 Zeitlicher Umfang: Rhythmisierung der Betreuungszeiten, auch im Bereich der Ferienbetreuung § 7 Benutzungsgebühren: Notwendig durch die Rhythmisierung und Änderung der Betreuungszeiten Das sind bei der Benutzungs- und Gebührenordnung § 2 Betreuungszeiten: regelt die neuen Betreuungszeiten und wann die Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung notwendig ist. § 3 Betreuungsentgelt: die früheren Module 4 und 5 werden zu einem Modul 4 zusammengefasst. Dementsprechend ändert sich die Gebühr für dieses Modul. § 4 Ferienbetreuungszeiten: Rhythmisierung der Betreuungszeiten von 08:00 – 13:00 Uhr und von 08:00 – 16:00 Uhr § 6 Aufnahme: die Aufnahmekriterien werden dem GaFöG angepasst Der Änderung der Unterrichtsbeginns der Grundschule von 07:45 Uhr auf 08:00 Uhr wurde bei der Gesamtlehrerkonferenz Mitte Dezember 2025, bei der Gesamtelternbeiratssitzung am 27.01.2026 und bei der Schulkonferenz am 27.01.2026 seitens der jeweiligen Teilnehmenden zugestimmt. Da die Begrifflichkeit Kernzeit-, Ganztages- und Ferienbetreuung nach dem Ganztagsförderungsgesetz nicht mehr zutreffend ist, nennt sich die Betreuungseinrichtung zukünftig „Schulkindbetreuung an der Willi-Gras-Grundschule“. Der Gemeinderat stimmt einstimmig der Änderung der Satzung und Änderung der Benutzungs- und Gebührenordnung sowie der Gebührenänderung zum 01.09.2026 zu.
Bausache in Beuren, Hohenneuffenstraße 43 - Antrag auf Ausnahme: Errichtung eines Carports,
sowie Errichtung einer überdachten Terrasse
Die Bauherrschaft beantragte die Errichtung eines Carports, sowie die Errichtung einer überdachten Terrasse in der Hohenneuffenstraße 43 in Beuren, Flst. 953/2. Es wurde ein Antrag auf Abweichung, Ausnahme und Befreiung nach § 56 LBO i.V.m. § 31 BauGB eingereicht. Aufgrund von Unklarheiten in den Planunterlagen versagte der Gemeinderat zunächst seine Zustimmung zur Überschreitung des im Bebauungsplan festgelegten Baufensters und versagte das Einvernehmen.
Feststellung des Jahresabschlusses der Panorama Therme Beuren für das Jahr 2022
Die Kobera Steuerberatungsgesellschaft hat zusammen mit der Kämmerei den Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr 2022 erstellt. Kämmerer Markus Walter stellt den Jahresabschluss in der Gemeinderatssitzung vor. Die Kämmerei hat gemäß § 16 des Eigenbetriebsgesetzes den Lagebericht für das Jahr 2022 gefertigt. Außerdem hat Herr Armin Sailer, Wirtschaftsprüfer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Condit GmbH, die Abschlussprüfung für das Jahr 2022 vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2022 schließt mit einem Jahresverlust in Höhe von 315.046,92 € (Vorjahr: Verlust 1.670.915,74 €) ab. Weitere Einzelheiten sind den Abschlussunterlagen 2022 der KOBERA und dem Lagebericht zu entnehmen. Dem Gemeinderat wird vorgeschlagen, den Jahresverlust in Höhe von 315.046,92 € auf neue Rechnung vorzutragen. Wirtschaftsprüfer Herr Armin Sailer hat für den Jahresabschluss 2022 und den Lagebericht einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der als Anlage 1 der Sitzungsvorlage beigefügte Jahresabschluss des Eigenbetriebs Panorama Therme Beuren für das Wirtschaftsjahr 2022 wird einstimmig durch den Gemeinderat festgestellt. Die Kobera Steuerberatungsgesellschaft mbH, Herrenberg wird mit der Erstellung des Jahresabschlusses 2023 und 2024 beauftragt. Die Condit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 und 2024 beauftragt.
Verschiedenes
Bürgermeister Gluiber informiert das Gremium, dass am 12.04.2026 das Eröffnungsfest des Beurener Genussmarktes im Rahmen einer Gläsernen Produktion geplant ist. Es werden rund um den Genussmarkt Stände der Genossen und Lieferanten angeboten. Am vergangenen Freitag war Landrat Musolf zu touristischen Gesprächen in Beuren. Als Abschluss des Termins fand die Besichtigung des Beurener Genussmarktes statt.
Die Bearbeitung des Widerspruchsverfahrens des Baugebiets Hagnach/Brühl dauert zwischenzeitlich schon über drei Jahre. Der Landes NABU hatte gegen die vom Landratsamt Esslingen erteilte Ausnahmegenehmigung auf Umwandlung eines Streuobstbestandes am 20.12.2022 Widerspruch eingelegt. Im vergangenen Sommer wurde die Gemeinde Beuren nun durch das Regierungspräsidium Stuttgart aufgefordert, eine Stellungnahme im Rahmen der Anhörung zum Verfahren abzugeben. Die Gemeinde reichte die umfangreichen Unterlagen zur Prüfung beim Regierungspräsidium Stuttgart ein und hat seit einem halben Jahr nun nichts mehr gehört. Der Rechtsanwalt der Gemeinde Beuren verfasste kürzlich ein Schreiben an das Regierungspräsidium Stuttgart mit einer Sachstandsanfrage. Er teilte Herrn Bürgermeister Gluiber in diesem Zusammenhang mit, dass erfahrungsgemäß die Bearbeitung von Widerspruchsverfahren beim Regierungspräsidium nicht in Monaten, sondern in Jahren bemessen werden. Der Gemeinderat und Bürgermeister Gluiber bringen ihren Unmut über die lange Bearbeitungszeit zum Ausdruck. Es soll nun die Landtagswahl abgewartet werden und dann möchte Herr Gluiber nochmals auf die neue Landesregierung zugehen.
Bürgermeister Gluiber berichtet, dass auf dem Dach der Panorama Therme Beuren schon seit vielen Jahren eine Kamera für Panoramaaufnahmen der Gemeinde Beuren installiert ist. Die Bilder dieser Kamera werden auf verschiedenen Kanälen, wie zum Beispiel dem Wetterfrühstücksfernsehen oder youtube ausgespielt. Im vergangenen Jahr gab es mehrere Mio. Betrachter auf den verschiedenen Plattformen.
Gemeinderat Oswald berichtet, dass die Sanierung des Brunnens am Karlsplatz nun fertiggestellt wurde. Die Resonanz aus der Bürgerschaft sei sehr positiv.
Aus dem Gemeinderat vom 26.01.2026
Bekanntgaben
Bürgermeister Gluiber gab bekannt, dass es in der letzten Ehrungssitzung vom 19.01.2026 keine nichtöffentliche Sitzung gab und somit keine Beschlüsse gefasst wurden. In der Gemeinderatssitzung vom 08.12.2025 gab es in der nichtöffentlichen Sitzung keine Beschlussfassung.
Einwohnerfragestunde
Es gab eine Rückfrage aus der Bürgerschaft, welche an Bürgermeister Gluiber zum Stromausfall am 1. Weihnachtsfeiertag herangetragen wurde. Bürgermeister Gluiber führte aus, dass es am 25.12.2025 zu einem teilweisen Stromausfall in Beuren gekommen war. Ursache war ein Kabelschaden auf der Strecke zwischen der Firma Stumpp und Schüle und der Trafostation Panoramaweg. Durch den Kurzschluss löste der betreffende Schalter im Umspannwerk Neuffen aus. Dadurch waren 12 Trafostationen in Beuren sowie die dort angeschlossenen Kunden stromlos. Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke Neuffen war umgehend vor Ort, konnte die schadhafte Kabelstrecke lokalisieren und vorläufig außer Betrieb nehmen. Die Stromversorgung konnte bis etwa 11.00 Uhr vollständig wiederhergestellt werden.
Erweiterung und Umbau Feuerwehrhaus Beuren
Das Haus der Feuerwehr stammt ursprünglich aus Ende der 1960er Jahre und wurde als Fabrikgebäude gebaut. Anfang der 1980er Jahre konnte die Gemeinde das Gebäude erwerben und zum Haus der Feuerwehr umbauen. Über viele Jahre diente der große Saal als Sitzungssaal für den Gemeinderat. In der darüberliegenden Wohnung waren ein großer Besprechungsraum sowie das Gemeindearchiv untergebracht. Mit dem Bau des neuen Rathauses und der Fertigstellung des Sitzungssaals sowie des Besprechungsraums, wurden die Räumlichkeiten aufgegeben und vermietet. Im Augenblick wohnen in der Wohnung mehrere ukrainische Flüchtlinge. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Beuren haben stetig in der Zahl der Mitglieder zugenommen, so dass die Mannschaft mittlerweile über 60 aktive Personen, Männer und Frauen umfasst. Die Jugendfeuerwehr ist auf maximal 20 Personen, Jungen und Mädchen ausgelegt. Die Gerätschaften und Fahrzeuge haben aufgrund der Anforderungen und des Gefahrenpotenzials in der Gemeinde Beuren auch stetig zugenommen. Bei einer Begehung mit einem Vertreter der Unfallkasse Baden-Württemberg wurde festgestellt, dass insbesondere die Umkleidesituation zwar Bestandsschutz hat, aber mehr als unbefriedigend ist. Hinzu kommt, dass im Haus der Feuerwehr keine Schwarz-Weiß-Trennung, also keine Trennung zwischen verschmutzten und sauberen Kleidungsstücken vorhanden ist. Auch Sanitärräume mit Duschen sind nicht vorhanden. Wenn man also verschmutzt vom Einsatz oder der Übung kommt, hat man keine Möglichkeit, sich entsprechend zu reinigen. Auch die Größe der Einsatzzentrale, beziehungsweise des kleinen Kommandantenbüros, entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Darüber hinaus ist die ganze Haustechnik marode. Es kommt immer wieder zu Rohrbrüchen an Wasser- und Abwasserleitungen, und auch die Elektroinstallationen entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Die Heizungsanlage ist an ihrem Lebensende und könnte durch einen Nahwärmeverbundanschluss an die Panorama Therme abgelöst werden.
Um eine funktionierende Feuerwehr zu gewährleisten, sind daher Sanierungs- und Anbauarbeiten am Haus der Feuerwehr erforderlich. Nur so kann die Freiwillige Feuerwehr Beuren für die Zukunft ausgerüstet werden. Vor dem Hintergrund des Bevölkerungsschutzes und vor dem Hintergrund immer häufiger auftretender besonderer Naturereignisse und gehäufter Feuerwehreinsetze unterschiedlichster Art, wurde ein dringender Handlungsbedarf gesehen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, dass die Verwaltung beauftragt wird, gemeinsam mit dem Architekturbüro Koch und der Freiwilligen Feuerwehr Beuren die ersten angestrengten Planungen in einem realistischen Vorentwurf zu konkretisieren und eine Kostenschätzung durch das Architekturbüro daraus erstellen zu lassen. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit dem Architekturbüro Koch einen entsprechenden Honorarvertrag abzuschließen, der zunächst die Leistungsphase Vorentwurfsplanung enthält und eine Stufenvergabe vorsieht. Die Verwaltung wurde weiter beauftragt, die Zuschussmöglichkeiten zu prüfen, insbesondere spezielle Zuschüsse für Feuerwehrhäuser und den Einsatz des Beurener Anteils am Sondervermögen des Bundes zu prüfen. Geprüft werden soll auch, ob die Zuschüsse kombinierbar sind. Eine erste Planungsrate in Höhe von 50.000 Euro soll den Haushaltsplan 2026 aufgenommen werden.
Annahme von Spenden
Der Gemeinderat stimmte der Annahme der Spende in Höhe von 500,00 € des Fördervereins der Willi-Gras-Grundschule Beuren für Pausenhof-Spiele zu. Außerdem stimmte er der Annahme des Nachlasses des Siegfried Heckel in Höhe von 10.000 € zur Gründung der Bürgerstiftung zu. Bürgermeister Gluiber informierte, dass die Bildungsstiftung der Kreissparkasse das Theaterstück „Lümmel – eine tierische Freundschaft“ für die Grundschule organisiert hat.
Verschiedenes
Bürgermeister Gluiber berichtete, dass aktuell auf der Wiese gegenüber des Genussmarktes vor der Friedhofshecke unerlaubterweise geparkt wird. Die Verstöße werden durch das Ordnungsamt der Gemeinde Beuren geahndet. Die Verwaltung schlägt vor, auf dieser Wiese weitere Stellplätze vorzusehen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu.
Darüber hinaus informierte Bürgermeister Gluiber, dass mit dem neu aufgelegten Jahresprogramm nun ein neuer Weg eingeschlagen werden soll und die „Beurener Senioren“ in „Beurener Generationentreff“ umbenannt werden. Wie viele Gruppierungen und Vereine habe auch die Beurener Senioren mittlerweile Nachwuchsmangel. Mitbürgerinnen und Mitbürger, die gerade das Rentenalter erreicht haben fühlen sich oft nicht angesprochen und kommen nicht zu den Angeboten und Veranstaltungen. Andere wiederum würden gerne auch im jüngeren Alter an Programmpunkten teilnehmen und trauen sich vielleicht nicht. Um diesem Problem des Zugehörigkeitsgefühls etwas aus dem Weg zu gehen, kam die Idee auf eine neue Bezeichnung für die sehr aktive Gruppe zu finden. Also wurde überlegt und geschaut und es kam „Beurener Generationentreff – Miteinander leben und erleben!“ heraus. Es soll sich mit dem Start dieses Programms jeder angesprochen fühlen, der es möchte. Zu den Veranstaltungen und Angeboten sind somit alle herzlich willkommen, gleich welchen Alters!
Aus dem Gemeinderat vom 19.01.2026 - Ehrungssitzung
Bekanntgaben
Bürgermeister Gluiber berichtete über die CMT, bei der auch die Gemeinde Beuren mit der Panorama Therme vertreten ist. Interessierte Besucher finden die Stände in der Halle 6.
Jahresrückblick 2025 in Bildern
Bürgermeister Gluiber zeigte ein lebhaftes Jahr 2025 in Bildern.
Es wurden zahlreiche Momentaufnahmen aus der Natur in und um Beuren und Balzholz, verschieden Motto-Aktionen der Panorama Therme, die Sanierung der Kleinschwimmhalle mit Helferfest, die Erweiterung des Kindergartens Kelterplatz An der Raise, die bauliche Entstehung des Genussmarktes, der Besuch vom Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und viele weitere Eindrücke aus dem Jahr 2025 gezeigt.
Ehrung der Blutspender 2025
Jan Herrmann vom DRK Neuffen-Beuren übernahm gemeinsam mit Bürgermeister Gluiber die Auszeichnung der langjährigen Blutspenderinnen und Blutspender. Jan Herrmann betonte, wie wichtig eine Blutspende, insbesondere das regelmäßige Blutspenden ist. Täglich werden in Deutschland ca. 15.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Spende können bis zu 3 Leben gerettet werden. Wer Blut oder Blutplasma spendet, gibt deshalb nicht nur etwas von einer roten Körperflüssigkeit ab, sondern schenkt anderen Leben. Blutspenderinnen und Blutspender tragen ihren Teil dazu bei, dass beispielsweise ein verletztes Kind wieder lachen oder ein schwer erkrankter Erwachsener wieder laufen kann. Blutspenderinnen und Blutspender sorgen dafür, dass andere Menschen überleben können. Für dieses stilles, selbstloses Handeln wurde den mehrfach Blutspenderinnen und Blutspendern eine Ehrennadel mit Urkunde und ein Präsent für ihr mitmenschliches Verhalten überreicht.
Hierbei waren Bettina Bihlmayr, Tobias Dinkelmeyer, Nico Kirchner, Ilka Sternemann, Stefan Spalt für 10 Spenden; Anette Fesseler-Blackburn für 25 Spenden; Ulrike Buck für 50 Spenden; Harald Scherzer für 75 Spenden, Günter Cejpa und Ulrich Knapp für 100 Spenden eingeladen.
Ehrung von Sportlern und ehrenamtlichen Tätigen
Bianca Strobel wurde für ihre herausragende sportliche Leistungen geehrt. Bei der Deutschen Pole & Aerial Meisterschaft 2025 hat sie am 22.Juni 2025 den ersten Platz erreicht. Zudem gewann Sie am 23.Oktober 2025 die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Buenos Aires, Argentinien.
Diana Knapp-Unyi hielt die Laudatio und erörterte den sportlichen Werdegang und die erreichten Meilensteine von Bianca Strobel.
Verschiedenes
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