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Die ambulante Vorsorgeleistung

Ambulante Vorsorgeleistung in einem anerkannten Kurort:
Die Zuschusshöhe für Erwachsene zur Unterkunft/Verpflegung/Kurtaxe beträgt maximal 16,00 Euro pro Tag. Die max Dauer liegt bei drei Wochen (Verlängerung nur aus dringenden medizinischen Gründen). Kuranträge für ambulante Vorsorgeleistungen können bereits nach drei Jahren erneut gestellt werden.

Der Weg zur ambulanten Vorsorgeleistung:
Zuerst zum Arzt und einen Antrag mit Formblatt 23 stellen (Anregung einer ambulanten Vorsorgeleistung in anerkannten Kurorten gem. § 23 Abs. 2 SGV V).

Weiterleitung des Antrages an die Krankenkasse:
Die Krankenkasse ist immer Ihr Ansprechpartner, ob die Leistungen von der Krankenkasse oder von der Rentenversicherung getragen werden soll.

Beuren - Erholungsort und staatlich anerkannter Ort mit Heilquellenkurbetrieb
Wassergymnastik im Aktivbecken der Panorama Therme Beuren
Wassergymnastik im Aktivbecken der Panorama Therme Beuren

Wer trägt die Kosten?

Sie können jederzeit auf eigene Kosten zur Kur fahren. Wenn die Kur medizinisch notwendig geworden ist, gibt es die Möglichkeit, die Kosten von einem Leistungsträger ganz oder teilweise ersetzt zu bekommen. Zuständig ist in der Regel die gesetzliche Krankenkasse (GKV). 

Ambulante Vorsorgeleistung:

Bei dieser Kurform können Sie Kurort und Unterkunft im Einvernehmen mit Ihrem Arzt weitgehend frei wählen. Die Krankenkasse übernimmt die vollen Kosten der ärztlichen Behandlung und 90 % der Heil-/Kurmittelkosten. Zu den übrigen Kosten (Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe, Fahrtkosten) kann die Krankenkasse einen pauschalen Zuschuss bis zu höchstens 16,00 Euro für Erwachsene gewähren.

Blick auf den Eingangsbereich der Panorama Therme und zum Hohenneuffen

Bade-/Kurarzt:

Bei einer ambulanten Vorsorgeleistung müssen Sie sich vor Ort zuerst an einen der ortsansässigen Bade-/Kurärzte wenden. Dies ist die Voraussetzung für die Krankenkasse, um den kurtäglichen pauschalen Zuschuss bis zu höchstens 16,00 Euro zu gewähren.

Wichtig:

  • Wenn Sie eine Ablehnung des Kurantrages erhalten, sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt durchaus Widerspruch einlegen. Dies muss schriftlich erfolgen - innerhalb einer Frist von einem Monat nach Zugang des Bescheids.
  • Klären Sie rechtzeitig vor Kurantritt Art und Höhe der Kostenübernahme!
  • Überlegen Sie aber auch einmal, ob Sie nicht anstelle eines Urlaubs einen Kur-Urlaub privat buchen möchten! Bitte fragen Sie nach unseren Pauschalangeboten.

Die neuen Leitlinien - Ihre Rechte auf eine ambulante Vorsorgeleistung:

Die Bezeichnung Kur ist aus dem Sozialgesetzbuch V verschwunden, aber in vielen Folgebegriffen erhalten wie z.B. Kurort, Kompaktkur, Kurarzt, Kurpark oder Kurhaus. Der Deutsche Heilbäderverband e.V. hat die neuen Kur-Richtlinien für Sie zusammengestellt.

Das Wichtigste:

  • Kuren gehören nach wie vor zum Leistungsangebot der Sozialversicherungen.
  • Der erste Weg führt immer zu Ihrem Arzt, Betriebs- oder Vertrauensarzt. Er wird per Formblatt eine Maßnahme an Ihre Krankenkasse empfehlen.
  • je nach Schwere des Krankheitszustandes rät er zu einer ambulanten oder stationären Kur. Die Entscheidung liegt bei der Krankenkasse. Beide Kurformen dauern in der Regel drei Wochen.
  • klären Sie rechtzeitig vor Kurantritt Art und Höhe der Kostenübernahme.

Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) ist immer Ihr Ansprechpartner und klärt, ob die Kur von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung getragen werden soll. Bei der GKV erhalten Sie auch alle Auskünfte und Antragsformulare. Für Beihilfeberechtigte ist die Beihilfestelle zuständig. Hat Ihr Arzt die Dringlichkeit einer Kur bescheinigt und eventuell geeignete Therapiemaßnahmen sowie den Kurort empfohlen, erfolgt die vorgeschriebene Überprüfung der notwendigen Maßnahmen durch eine neutrale ärztliche Institution, z.B. den Medizinischen Dienst oder Amtsarzt. Die Rentenversicherungen entscheiden selbst über Kurort und Therapie.

Leidige Kosten:

Für Krankenversicherte ist die gesetzliche Krankenkasse der Träger der Kosten. Für alle, die rentenversichert sind oder es eine bestimmte Zeit lang waren, ist die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) zuständig.

Die Gesundheitsreform 2004 sieht vor, dass Versicherte der GKV Zuzahlungen für folgende Leistungen zu zahlen haben:

  • Arztbesuch 10,00 Euro
  • Rezepteinlösungen bei Apotheken bis 10,00 Euro
  • bei Leistungserbringern in Kurorten 10,00 Euro pro Rezept zuzüglich 10 % des Kur-/ Heilmittelpreises.

Selbstverständlich kann jeder Gesundheitsbewusste eine Kur auf eigene Kosten machen. Bei Befürwortung durch den Arzt kann man die Kosten eventuell als außerordentliche Belastung bei der Steuererklärung angeben. Deshalb sollten alle Belege sorgfältig gesammelt werden. (GH)

Tourist-Info Beuren

Am Thermalbad 5
72660 Beuren
07025 910400
07025 9103010