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Die ambulante Kur

Ambulante Vorsorgeleistung in einem anerkannten Kurort
Die Zuschusshöhe für Erwachsene zur Unterkunft/Verpflegung/Kurtaxe beträgt maximal 13,00 Euro pro Tag. Die Begrenzung der Kurdauer für ambulante Vorsorgemaßnahmen auf drei Wochen entfällt. Diese Frist gilt nur noch für stationäre Maßnahmen.Kuranträge für ambulante Vorsorgeleistungen können bereits nach drei Jahren erneut gestellt werden.

Der Weg zur ambulanten Vorsorgeleistung:
Zuerst zum Arzt und einen Kurantrag stellen

Weiterleitung des Kurantrages an die Krankenkasse:
Die Krankenkasse ist immer Ihr Ansprechpartner, ob die Kur von der Krankenkasse oder von der Rentenversicherung getragen werden soll.

Medizinischer Dienst:
Amtliche Begutachtung der Notwendigkeit einer Kur – bevor eine beantragte Kur durch einen Sozialleistungsträger bewilligt werden kann, ist grundsätzlich stets eine Überprüfung der Notwendigkeit der Maßnahme durch eine neutrale ärztliche Institution vorgeschrieben (Medizinischer Dienst, Amtsarzt o. a.). Vielfach erfolgt die Begutachtung aufgrund der vorliegenden Krankenakten auf schriftlichem Wege. Es kann jedoch auch eine körperliche Untersuchung angeordnet werden.

Beuren - staatlich anerkannter Erholungsort mit Heilquellenkurbetrieb
Beuren - staatlich anerkannter Erholungsort mit Heilquellenkurbetrieb
Wassergymnastik im Aktivbecken der Panorama Therme Beuren
Wassergymnastik im Aktivbecken der Panorama Therme Beuren

Wer trägt die Kosten?

Sie können jederzeit auf eigene Kosten zur Kur fahren. Wenn die Kur medizinisch notwendig geworden ist, gibt es die Möglichkeit, die Kosten von einem Leistungsträger ganz oder teilweise ersetzt zu bekommen. Zuständig ist:

  1. Gesetzliche Krankenkasse = für den, der krankenversichert ist sowie in der Regel für Rentner, Hausfrauen und Kinder, die selbst oder als Familienmitglied krankenversichert sind
  2. Gesetzliche Rentenversicherung = für den, der rentenversichert ist oder es eine bestimmte Zeit lang war
  3. Sozialamt = für den, der weder rentenversichert noch krankenversichert ist und nach dem Sozialhilfegesetz als bedürftig gilt
  4. Unfallversicherungsträger, Berufsgenossenschaft = nach einem Arbeitsunfall (einschließlich Wegeunfall, auch bei Schul- u. Kindergartenbesuch)
  5. Versorgungsamt = für Kriegs- u. Wehrdienstbeschädigte, Opfer von Gewalt
  6. Beihilfestelle = für Angehörige des öffentl. Dienstes (soweit kein Anspruch nach 1. oder 2. oder 4. oder 5. besteht)
  7. Hauptfürsorgestelle, überörtlicher Rehabilitationsträger (z. B. Landschaftsverband) = bei ungeklärter Zuständigkeit

Ambulante Vorsorgeleistung:

Bei dieser Kurform können Sie Kurort und Unterkunft im Einvernehmen mit Ihrem Arzt weitgehend frei wählen. Die Krankenkasse übernimmt die vollen Kosten der ärztlichen Behandlung und 85 % der Kurmittelkosten. Zu den übrigen Kosten (Unterkunft, Verpflegung, Kurtaxe, Fahrtkosten) kann die Krankenkasse einen pauschalen Zuschuss bis zu höchstens 13,00 Euro, für chronisch kranke Kleinkinder 21,00 Euro pro Kurtag gewähren.

DuTeich Hohenneuffen
Blick von der Therme zum Hohenneuffen
Von der Burg aus
Blick von der Burg Hohenneuffen auf Beuren

Kurarzt:

Bei einer ambulanten Kur müssen Sie sich vor Ort zuerst an einen der ortsansässigen Kurärzte wenden. Dies ist die Voraussetzung für die Krankenkasse, um den kurtäglichen pauschalen Zuschuss bis zu höchstens 13,00 Euro zu gewähren.

Wichtig:

  • Die Übernahme der Kurkosten hat keinen Einfluss auf Ihre spätere Rente.
  • Wenn Sie eine Ablehnung des Kurantrages erhalten, sollten Sie in Absprache mit Ihrem Arzt durchaus Widerspruch einlegen.
  • Klären Sie rechtzeitig vor Kurantritt Art und Höhe der Kostenübernahme!
  • Überlegen Sie aber auch einmal, ob Sie nicht anstelle eines Urlaubs einen Kur-Urlaub privat buchen möchten! Bitte fragen Sie nach unseren Pauschalangeboten.

Die neuen Leitlinien - Ihre Rechte auf eine Kur:

Die Bezeichnung Kur ist aus dem Sozialgesetzbuch V verschwunden, aber in vielen Folgebegriffen erhalten wie z.B. Kurort, Kompaktkur, Kurarzt, Kurpark oder Kurhaus. Der Deutsche Heilbäderverband e.V. hat die neuen Kur-Richtlinien für Sie zusammengestellt.

Das Wichtigste:

  • Kuren gehören nach wie vor zum Leistungsangebot der Sozialversicherungen.
  • Der erste Weg führt immer zu Ihrem Arzt, Betriebs- oder Vertrauensarzt. Er wird per Formblatt eine Maßnahme an Ihre Krankenkasse empfehlen.
  • je nach Schwere des Krankheitszustandes rät er zu einer ambulanten oder stationären Kur. Die Entscheidung liegt bei der Krankenkasse. Beide Kurformen dauern in der Regel drei Wochen.
  • klären Sie rechtzeitig vor Kurantritt Art und Höhe der Kostenübernahme.

Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) ist immer Ihr Ansprechpartner und klärt, ob die Kur von der Krankenkasse oder der Rentenversicherung getragen werden soll. Bei der GKV erhalten Sie auch alle Auskünfte und Antragsformulare. Für Beihilfeberechtigte ist die Beihilfestelle zuständig. Hat Ihr Arzt die Dringlichkeit einer Kur bescheinigt und eventuell geeignete Therapiemaßnahmen sowie den Kurort empfohlen, erfolgt die vorgeschriebene Überprüfung der notwendigen Maßnahmen durch eine neutrale ärztliche Institution, z.B. den Medizinischen Dienst oder Amtsarzt. Die Rentenversicherungen entscheiden selbst über Kurort und Therapie.

Leidige Kosten

Für Krankenversicherte ist die gesetzliche Krankenkasse der Träger der Kosten. Für alle, die rentenversichert sind oder es eine bestimmte Zeit lang waren, ist die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) zuständig. Nach einem Arbeitsunfall, einschließlich Wegeunfall, auch bei Schul- und Kindergartenbesuch, wende man sich an den Unfallversicherungsträger bzw. die Berufsgenossenschaft. Kriegs- und Wehrdienstbeschädigte sowie Opfer von Gewalt werden vom Versorgungsamt beraten. Die Beihilfestelle betreut Angehörige des öffentlichen Dienstes. Bei ungeklärter Zuständigkeit empfiehlt sich die Hauptfürsorgestelle oder ein überörtlicher Rehabilitationsträger.

Die Gesundheitsreform 2004 sieht vor, dass Versicherte der GKV Zuzahlungen für folgende Leistungen zu zahlen haben:

  • Arztbesuch 10,00 Euro
  • Rezepteinlösungen bei Apotheken 5,00 bis 10,00 Euro
  • bei Leistungserbringern in Kurorten 10,00 Euro pro Rezept zuzüglich 10 % des Heilmittelpreises.

Sobald der Gesamtbetrag dieser Zuzahlung 2 % des Bruttohaushaltseinkommens erreicht hat, befreit die Krankenkasse auf Antrag die versicherten Haushaltsmitglieder von der Zuzahlungspflicht. Dabei werden sowohl die Zuzahlungen als auch die Einkünfte der Familienmitglieder zusammengezählt (§ 61 SGB V). Für einen Haushalt mit einem chronisch Kranken wurde die Belastungsgrenze für alle Mitglieder auf 1 % des Familieneinkommens festgesetzt. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen bis 966 Euro entfällt die täglich Zuzahlung,

  • ab 967,00 Euro beträgt sie 8,00 Euro
  • ab 1.020,00 Euro beträgt sie 8,50 Euro
  • ab 1.080,00 Euro beträgt sie 9,00 Euro
  • ab 1.140,00 Euro beträgt sie 9,50 Euro
  • ab 1.200,00 Euro beträgt sie 10,00 Euro

Selbstverständlich kann jeder Gesundheitsbewusste eine Kur auf eigene Kosten machen. Bei Befürwortung durch den Arzt kann man die Kosten eventuell als außerordentliche Belastung bei der Steuererklärung angeben. Deshalb sollten alle Belege sorgfältig gesammelt werden. (GH)

Kurverwaltung Beuren

Am Thermalbad 5
72660 Beuren
07025 9104021
07025 9103010