Sie verwendeten einen veralteten Browser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis ein Upgrade aus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.
Unterkunft suchen
Logo Kurort Beuren
Logo Therme Beuren
Unterkunft suchen

Volltextsuche

Aus dem Gemeinderat vom 23.07.2018

Eine sehr umfangreiche Tagesordnung hatte der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zu bewältigen. Unter anderem stand die anlassbezogene Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarte, der Aufbau eines kommunalen Starkregenrisikomanagements zur Beratung an. Weiter informierte Landschaftsarchitekt Neher über seine Entwurfsplanung für den geplanten Wohnmobil-Stellplatz. Im Zusammenhang mit dem Neu- und Umbau der Gastronomie in der Panorama Therme stand die Vergabe verschiedener technischer Gewerke an. Auch der Beitritt der Gemeinde Beuren zu einem neu zu gründenden Zweckverband bezüglich der Breitbandversorgung im Kreis Esslingen wurde beschlossen. Neben verschiedenen Bausachen, die zur Beratung anstanden, hatten die Gemeinderäte auch über die Annahme von Spenden zu entscheiden.

 

Anlassbezogene Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarte

Seit Erstellung der aktuellen Hochwassergefahrenkarte wurden in Beuren mehrere Maßnahmen im Bereich der Gewässer zur Verbesserung der Abflusssituation und Reduzierung der Hochwassergefährdung umgesetzt bzw. sind in Planung und Vorbereitung für eine Umsetzung in den kommenden 1 – 2 Jahren. Zur Aktualisierung und Überrechnung der Hochwassergefahrenkarte unter Berücksichtigung der bereits erfolgten und für 2019 noch geplanten Maßnahmen ist daher eine anlassbezogene Fortschreibung auf Betreiben der Gemeinde Beuren erforderlich. Die Gemeinde kann dazu auf das bestehende hydrologische Modell der BIT Ingenieure und die neuesten Befliegungsdaten des Landes Baden-Württemberg zugreifen. Nach kurzer Beratung beauftragte der Gemeinderat das Büro Winkler & Partner mit der Erarbeitung einer anlassbezogenen Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarte zum Angebotspreis von 24.380,72 Euro. Diese Untersuchung wird vom Land Baden-Württemberg mit nahezu 100 % gefördert.

 

Aufbau eines kommunalen Starkregenrisikomanagements

Nach Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem Landratsamt Esslingen wird ergänzend zur anlassbezogenen Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarte eine Starkregenrisikoanalyse für die Gemeinde Beuren erstellt. Gemäß dem Leitfaden der LUBW zur kommunalen Starkregenrisikoanalyse wird ein Managementkonzept in drei Stufen erstellt. Dieses setzt sich zusammen aus einer hydraulischen Gefährdungsanalyse, einer Risikoanalyse sowie einem Handlungskonzept zum Starkregenrisikomanagement.

Im Starkregenrisikomanagement werden die Abflussverhältnisse und Überflutungszustände bei Starkregen dargestellt. Bei Starkregenrisiken werden drei Gruppen unterschieden: seltene Ereignisse, außergewöhnliche Ereignisse und extreme Ereignisse im Zusammenhang mit Starkregenereignissen. Dabei werden Abflussereignisse auch außerhalb von Gewässern dargestellt. Der Gemeinderat beauftragte einstimmig das Büro Winkler & Partner für die Gemeinde Beuren ein Starkregenrisikomanagement entsprechend dem vorgelegten Angebot in Höhe von 32.844,00 € zu erstellen. Eine Förderung aus Landesmitteln wird beantragt.

 

Wohnmobil-Stellplatz

Landschaftsarchitekt Neher erläuterte dem Gemeinderat die von ihm überarbeitete Entwurfsplanung des geplanten Wohnmobil-Stellplatzes. Der Wohnmobil-Stellplatz umfasst 64 Stellplätze verschiedener Größen. Damit ist gewährleistet, dass auch größere Fahrzeuge bis hin zur Busgröße untergebracht werden können. Problematisch sei allerdings noch die Gestaltung des Sanitärgebäudes, welches deutlich über den zunächst geschätzten Kosten von 100.000 – 150.000 € liege. Im Gebäude seien Toiletten, ein Waschmaschinenraum sowie ein Büro aber keine Duschen untergebracht. Ausreichend Duschen stehen den Wohnmobilisten in der Panorama Therme sowie über einen gesonderten Duschtarif auch in der Kleinschwimmhalle zur Verfügung. Auch die Müllentsorgung solle in die Gebäudehülle integriert werden. Sowohl der Zugang zum Wohnmobil-Stellplatz selbst, als auch dessen Einrichtungen sollen über ein Transpondersystem bedient werden können, sodass eine dauerhafte Platzaufsicht nicht erforderlich ist. Der Gemeinderat stimmte der Entwurfsplanung des Wohnmobilstellplatzes zu. Die Verwaltung wurde beauftragt mit dem Landschaftsarchitekten Neher weiterhin an einer kostengünstigeren Lösung für das Sanitärgebäude zu arbeiten. Während die Erschließungsstraßen im Bereich des Wohnmobil-Stellplatzes asphaltiert werden, werden die Stellplätze selbst in Schotterrasen ausgeführt. Zwei behindertengerechte Stellplätze werden mit kleingliedrigen Rasengittersteinen belegt, sodass sie barrierefrei genutzt werden können. Der Gemeinderat begrüßte die Auskunft von Bürgermeister Gluiber, dass die Möglichkeit bestehe einen weiteren Förderantrag im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms beim Regierungspräsidium Stuttgart zu stellen. Als Grundlage für den Förderantrag wurde eine Bausumme mit 1,25 Millionen Euro netto angesetzt. 

 

Panorama Therme Beuren:

Neu- und Umbau Gastronomie

Architekt Morgenthaler gab einen kurzen Überblick über den derzeitigen Planungsstand. Ingenieur Osthoff erläuterte den Ratsmitgliedern die Ausschreibungs- und Submissionsergebnisse für den Bereich Elektrotechnik. Ingenieur Kurzmann erläuterte den Ratsmitgliedern die Ausschreibungsergebnisse für die Sanitärtechnik. Aufgrund der derzeit angespannten Auftragslage im Bausektor lagen nahezu sämtliche Angebote geringfügig über den ursprünglichen Kostenschätzungen. Nach kurzer Beratung beauftragte der Gemeinderat die Vergabe der Arbeiten für die einzelnen Gewerke entsprechend der Empfehlung der Fachingenieure.

 

Beschattung des Thermengartens

Auch während der Umbauarbeiten des Thermenrestaurants sollen den Besuchern der Panorama Therme Speisen und Getränke angeboten werden. Hierzu wird im Wintergarten interimsweise eine Gastronomie eingerichtet und vom Schlosscafe betrieben. Da sich der Wintergarten aufgrund seiner großen Glasflächen aufgrund der Sonneneinstrahlung stark aufheizt, muss er verschattet werden. Architekt Morgenthaler erläuterte den Ratsmitgliedern die Möglichkeit einer kostengünstigen Verschattungsanlage, bestehend aus Verschattungselementen und reflektierenden Folien, welche auf die Fenster aufgeklebt werden. Der Gemeinderat zeigte sich von dieser kostengünstigen gleichwohl aber effektiven Lösung überzeugt und beauftragte die Firma MC Sonnenschutz als günstigste Bieterin mit der Durchführung der Arbeiten.

 

Bausachen:

Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen zur Errichtung eines Carports nach den Kriterien des Bebauungsplanes, bei welchem unter anderem die maximale mittlere Höhe von 3 Metern zu beachten sei, auf dem Flurstück Nr. 3680/29 im Zeiläckerweg 49. Hierbei sei eine geringe Überschreitung der Baulinie in Ordnung. Der Bauherr habe weiterhin die Möglichkeit verfahrensfrei einen Stellplatz ohne Überbau zu errichten.

 

Des Weiteren erteilte er das gemeindliche Einvernehmen zum geänderten Bauantrag „Neu- und Anbau der Gastronomie der Panorama Therme“ in Bezug auf die veränderte Lage der Fluchttreppe. Diese werde nun im Bereich der Behindertenumkleiden, von innen betrachtet links neben dem Sanitätsraum geplant.  

 

Breitbandversorgung im Landkreis Esslingen

Für einen schnellen Wissens- und Informationsaustausch seien leistungsfähige Breitbandnetze eine unbedingte Voraussetzung. Diese würden zu wirtschaftlichem Wachstum und einer positiven Entwicklung von Kommunen beitragen. Eine gute Breitbandversorgung zähle mittlerweile zu den wesentlichen Standortfaktoren und gewinne sowohl für Unternehmen als auch für Bürgerinnen und Bürger zunehmend an Bedeutung, erläuterte Bürgermeister Gluiber.

 

Auch der Koalitionsvertrag 2018 enthalte ein klares Bekenntnis zu Glasfaser. Künftig solle es überall schnelles Internet geben. Bis 2025 verspreche die Union und die SPD den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen. Ab dann solle es auch einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet geben. Bereits im Jahr 2017 habe die Region Stuttgart gemeinsam mit der Landeshauptstadt und den fünf Landkreisen folgende Ziele für den Glasfaserausbau definiert:

 

  • Bis 2025 sollen alle Industrie-, Dienstleistungsunternehmen und Gewerbe in der Region Zugang zu einem gigabitfähigen glasfaserbasierten Internetzugang besitzen

  • Bis 2025 sollen 50% und bis 2030 90 % der Privathaushalte in der Region Zugang zu einem gigabitfähigen glasfaserbasierten Internetzugang haben.

  • Weiter wird bis 2025 in der Region zur Umsetzung von Innovationen der Mobilität 4.0 (intelligente, vernetzte und digitalisierte Verkehrsinfrastrukturen) eine leistungsfähige Glasfaser-Infrastruktur benötigt.

     

Die Landkreise in der Region Stuttgart und die Landeshauptstadt Stuttgart würden bereits seit 2014 an einer gemeinsamen Verbesserung der Breitbandverfügbarkeit in der Region Stuttgart arbeiten. 2016 wurde im Schulterschluss eine Backboneplanung in Auftrag gegeben.

 

Die Deutsche Telekom habe angeboten insgesamt 1,1 Mrd. Euro bis 2030 in der Region Stuttgart zu investieren. Das wären 500 Millionen mehr, als eigentlich vorgesehen. Im Landkreis Esslingen bedeute das ein Investment von ca. 210 Mio. € bis 2030. Von Seiten des Landkreises und der Kommunen seien weitere 100 Mio. Euro zu erbringen, um die gesetzten Ziele bis 2030 zu erreichen. Hierbei handle es sich nicht ausschließlich um monetäre Leistungen. Dieser Wert reduziere sich durch vorhandene kommunale Infrastrukturen, Infrastrukturen von dritten Telekommunikationsunternehmen, Bereitstellung von Baukapazitäten und vieles mehr.

 

Der Gemeinderat stimmte dem Beitritt zu einem Kreiszweckverband für die Breitbandversorgung zu. Die jährliche Umlage belaufe sich für die Gemeinde Beuren auf 3.108,00 Euro. Die Steuerberatung gehe derzeit davon aus, dass die Umlage nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Sollte das Finanzamt nach einer noch zu stellenden verbindlichen Anfrage anderer Auffassung sein, erhöhe sich die Umlage um 19 % Umsatzsteuer. Außerdem wurde der Teilnahme an einer regionalen Kooperation zum Breitbandausbau mit der Deutschen Telekom zugestimmt.

 

Reaktivierung der Trinkbrunnen

Die Panorama Therme habe bis zur Modernisierung des Foyers im Außenbereich einen Trinkbrunnen betrieben, der in den letzten Betriebsjahren aber immer wieder wegen schlechter Wasserproben außer Betrieb genommen werden musste, so Bürgermeister Gluiber. Aufgrund der Ausführungen des Ingenieurbüros Kurzmann zur aktuellen mikrobiologischen Untersuchung der Quellen sowie den Anforderung an die Zurverfügungstellung von Heilwasser entschied sich der Gemeinderat dafür, kein Heilwasser zum Trinken in Brunnen anzubieten. Aus der Mitte des Gemeinderates kam der Wunsch zutage, die zwei Brunnen mit heißem Quellwasser durchlaufen zu lassen. Dieser Vorschlag werde nun von der Verwaltung geprüft.

 

Sanierung der Treppenanlage an der Willi-Gras-Grundschule 

Die Treppenanlage an der Grundschule in Richtung Pausenhof müsse dringend erneuert werden, teilte Kämmerer Walter mit. Die Trittstufen seien in der Vergangenheit bereits mehrfach ausgebessert worden. Zwischenzeitlich sei die Anlage jedoch so kaputt, dass eine Ausbesserung nicht mehr möglich sei. Die Armierung roste und die Trittstufen würden auseinanderbrechen. Ein Abriss und die Erneuerung der Treppenanlage seien deshalb notwendig. Die Verwaltung wurde vom Gemeinderat beauftragt, die Arbeiten zur Erneuerung der Treppenanlage an die Firma Klass zum Angebotspreis von 19.610,49 € zu vergeben.

 

Finanz-Zwischenbericht

Hierzu teilte Kämmerer Walter mit, dass es keine wesentlichen Abweichungen zur Planung gebe. Die Einnahmen seien erfreulich. Aufgrund einer Erhöhung der Steuereinnahmen in Baden-Württemberg würde auch die Gemeinde Mehreinnahmen verzeichnen. In Punkto Gewerbesteuer könne man den Ansatz von 500.000 Euro, welcher höher als im Vorjahr sei, erreichen. Hier seien nicht nur laufende Gewerbesteuerzahlungen, sondern auch Nachzahlungen berücksichtigt. Eine leichte Kostenerhöhung sei bei den Personalkosten zu verzeichnen. Diese begründe sich in der durchschnittlichen Steigerung von 3,19 Prozent aufgrund der Änderung des Tarifvertrags. Kämmerer Walter betont, dass es sich dabei um eine moderate Steigerung handle im Vergleich zur Industrie. Im Bereich der Gebäudeunterhaltung würde das Thema Brandschutz hohe Ausgaben hervorrufen. Diese seinen eingeplant und würden keine Mehrausgaben darstellen. Kämmerer Walter erhoffe sich ein ähnliches zweites Halbjahr. Im Bereich der Eigenbetriebe sei nichts außergewöhnliches zu verzeichnen. Im Bereich der Panorama Therme gebe es kleinere außerplanmäßige Beschaffungen. Für diese seien größere Pauschalpositionen geplant. Trotz der Schließwoche sei man mit den Einnahmen im Plan. Durch den Wegfall der Schließwoche im Herbst beziehungsweise Winter erhoffe man sich einen großen Besucherandrang. Er teilt außerdem mit, dass die Liquidität gesichert sei und man plane im Herbst beziehungsweise Winter einen Kredit in Höhe von 1,1 Millionen für die Baumaßnahmen zum Um- und Neubau der Gastronomie aufzunehmen.

 

Annahme von Spenden

Der Gemeinderat stimmte der Annahme von Spenden in Höhe von 2.620,00 Euro für das Public Viewing zu. Des Weiteren stimmte er der Annahme weiterer Spenden in Höhe von 1.753,05 Euro für verschiedene Zwecke zu. Insgesamt sind somit Spenden in Höhe von 4.373,05 € bei der Gemeinde eingegangen.

 

„Unterwegs in“ Beuren – Rundgang mit der Nürtinger Zeitung

In den Ferien lade die Redaktion der Nürtinger Zeitung in acht Gemeinden zum Rundgang ein. Die Besonderheit sei, so Bürgermeister Gluiber, dass die Bürger durch den Ort führen. Für den Ortsteil Beuren (ohne Balzholz) sei der 22.08.2018 um 17:00 Uhr, Treffpunkt Rathaus, geplant. Bürgermeister Gluiber habe mit der Zeitung besprochen, dass man nächstes Jahr den Ortsteil Balzholz separat einplanen solle.

Unkrautbekämpfung im Ort

Bürgermeister Gluiber verweist darauf, dass man immer mehr Grün im Pflaster bemerke. Dies habe als Ursache, dass der Bauhof das Unkraut nicht mehr spritzen dürfe. Vom Bauhof müsse das Unkraut mithilfe eines von Kohlberg zur Verfügung gestellten Heißwassergerätes, mit der Kehrmaschine und in zusätzlicher Handarbeit abgezupft werden. Dies stelle für den Bauhof einen enormen Mehraufwand dar. Außerdem teilte Bürgermeister Gluiber mit, dass der Bauhof im nächsten Jahr öfter fegen werde. Er zeige sich erfreut über die interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kohlberg.

 

Wahltermin und Bürgerversammlung

Bürgermeister Gluiber gibt den 26.05.2019 als Wahltermin für die Kommunal-, Kreistags-, Regional- sowie Europawahl bekannt. Im Voraus solle am 13.04.2019 eine Bürgerversammlung mit Kandidatenvorstellung sowie eine mögliche Verleihung von Bürgermedaillen stattfinden.

 

Zustand Sportanlage nach Sennerpokal

Von einem Gemeinderat wurde der Zustand der Sportanlage nach der Durchführung des Sennerpokals sowie der Rückbau bemängelt. Bürgermeister Gluiber werde dazu eine Besprechung mit dem Vorstand des TSV Beuren anberaumen.

 

ab

Kontakt Gemeinde

Gemeindeverwaltung Beuren
Linsenhofer Straße 2
72660 Beuren
07025 91030-0
07025 91030-10
beuren(@)beuren.de